Das Taurusgebirge- ein Ausflug

Erinnert ihr euch an den versprochenen Bericht vom Ausflug zum Green Lake?- Der kommt heute. Und zwar als Auszug aus meinem Reisetagebuch.
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Heute war wieder ein Ausflugstag. Ein traditionell türkisches Dorf, eine Besichtigung einer Lorbeerfabrik zusammen mit einer Schifffahrt über den Green Lake. Klingt ganz vielversprechend, oder? Nun ja, es war jedenfalls sehr erzählenswert. Der Tag begann mit einem etwas verspäteten Aufbruch mit dem Bus in Richtung Taurusgebirge. Gespannt blickte ich aus dem Fenster und hörte der Reiseleiterin zu, wie sie interessantes für die Türkei erzählte und wenig interessantes. Weniger interessant war ganz definitiv der erste Stopp. Ein Fotostopp. Ein Fotostopp in der Schlammwüste. Im Fokus sollte jedoch eigentlich der einsam, etwas vertrocknete Olivenbaum stehen, unser Grund für die Fotopause. Demonstrativ weigerte ich mich diesen zu fotografieren (wobei im Nachhinein wäre es ganz witzig zu zeigen, was Grund genug für eine Fotopause war). Es geht weiter: Fotostopp Nummer zwei, schon etwas besser, ein Blick auf das grüne Tal vor uns. Mit unserem fetten Reisebus fahren wir durch noch nicht vom Massentourismus berührte Dörfer und in mir steigen gemischte Gefühle auf. Einerseits finde ich es ziemlich unpassend und befürchte, dass sich die Menschen wie Ausstellungsstücke fühlen, andererseits würde ich liebend gerne mehr von ihnen erfahren. Ihren typischen Tagesablauf. Ihr Lieblingsessen. Ihre Geschichten.
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Endlich halten wir in dem Bergdorf und bekommen eine zehnminütige pantomimische Kurzfassung der Herstellung von Lorbeeröl zu hören (die Produktion läuft im Frühling nicht, deshalb pantomimisch). Dann geht es durch das Dorf und es ist wirklich interessant zu sehen, wie die Menschen leben, viel einfacher als wir. 
Unser Restaurant besitzt keine Wände, da es im Sommer so heiß ist, dass man keine benötigt, blöd nur das kein Sommer ist und es ziemlich kühl ist. Der Ausblick ist dafür umso schöner. 
Bevor es Essen gibt schauen wir uns noch ein Werbefilm über das Öl an und ein paar Produkte werde angepriesen. 
Die Gerichte sind wirklich sehr lecker, vor allem die Vorspeise: Verschiedene Salate, Fladenbrot, Auberginenmus und anderer Kleinigkeiten stehen schön angerichtet auf unserem Tisch. Das Hauptgericht besteht aus Rindfleisch und Reis und zum Nachtisch gibt es Zimtgries.
Nächster Halt ist dann der Green Lake, von dem habe ich ja schon erzählt, nicht aber von der Schifffahrt, die durch aus Potenzial zu einer dieser Reiseanekdoten hat, die man sich beim Sitzen um das Lagerfeuer erzählt.
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Die Bootstour geht nämlich eineinhalb Stunden und wir sehen jede, wirklich jede kleinste Ecke des Sees. Am Anfang der Tour lichtet ein Fotograf alle Mitfahrenden, die sich nicht völlig überzeugt wehren ab und düst dann mit einem Motorboot wieder an Land. Wir frieren die nächste Stunde und halten an einer Art schwimmendem Tennisplatz um eine Badepause einzulegen. Niemand geht baden, denn es sind ja gefühlte zehn Grad. Das Schiff tuckert weiter und das Motorboot samt Fotograf kommt zurück. Und der hat sogar noch etwas dabei: Teller. Teller mit Bildern von uns und nicht zu vergessen bunten Seesternen und kitschigen Glitzersteinchen. Wer will kann sie kaufen. Kaum sind die meisten an den Mann gebracht, erhöht unser Boot plötzlich die Geschwindigkeit und rast geradezu in Richtung Ufer.
Doch der Tag ist noch nicht zu Ende: Für über eine Stunde machen wir Halt in einem Verkaufshaus gefüllt mit (natürlich nie und nimmer) gefälschten Produkten. Dann geht es aber endlich wieder ins Hotel zurück.
Fazit? Dorf: Interessant! Rest: Erzählenswert!

Liebe Grüße
Ronja

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  1. Antworten

    Vanuxx

    26. Mai 2014

    Das sind wirklich schöne / interessante / „wortgewaltige“ Bilder! Vor allem die letzte Collage gefällt mir gut.
    Ich kenne das, wenn man Menschen in einer bestimmten Situation so gerne fotografieren würde, sich aber nicht recht traut, weil man Angst hat, das sie sich wie Zootiere oder so was fühlen :/ dabei macht es den meisten glaube ich nichts aus, sie fühlen sich eher geschmeichelt… ist zumindest mein Eindruck.

  2. Antworten

    Heike

    26. Mai 2014

    Alles Originale…Foto Ziege rechts…?? Was für ein Ausflug:-)! Wir sind um einige Lachfältchen, zwei gefälschte Fussballtrikots, und die Erkenntnis reicher, nichts ist so schön wie eine gemeinsame Erinnerung…obwohl ich finde so ein Fototellerchen hätte sich toll bei uns im Wohnzimmer an der Wand gemacht;-)) Kuss Mama

  3. Antworten

    Lia

    27. Mai 2014

    Das ist wirklich übel, wie die die Touris ausnützen und aus jeder Veranstaltung eine halbe Kaffeefahrt machen. Das Dorf war sicher interessant, tolle Bilder. Und das Essen hört sich auch total lecker an. Nur schade, dass es so frisch war von den Temperaturen. Und einen Teller mit meinem Foto drauf brauch ich nun auch nicht unbedingt 😀 Aber ansonsten war das wirklich eine schöne Unternehmung.
    Lg,
    Lia

  4. Antworten

    Tonkabohne Sabine

    28. Mai 2014

    Liebe Ronja,
    Da bin ich der gleichen Meinung wie Du.
    Das Dorf und die Produktion von Lorbeeröl hätten mich auch sehr interessiert.
    Das andere könnte man weglassen…
    Herzliche Grüsse,
    Sabine

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