Wie sich meine Bilder seit 2011 entwickelt haben

collage entwicklung

Heute gibt es kein Rezept, sondern einen Blogbeitrag, den ich schon ganz lange schreiben wollte. Die Idee hatte ich bereits eine ganze Weile, aber als ich im Mai mit Maria zusammen auf ihrem Sofa saß und wir uns gegenseitig unsere schlimmsten Foodphotos gezeigt und geschaut haben, wie sich unsere Stil über die Jahre entwickelt hat, habe ich mich endlich zusammen gerafft und mich an diesen Blogpost gesetzt. Es gibt ja diesen wunderbar ätzend schlauen Spruch: Don’t compare your beginning to someone else’s middle, der so ziemlich das letzte ist, was ich hören wollte, als ich 2012 zum hundertstens Mal die Position meiner Muffins auf einem Green Gate Tellerchen änderte und das Glasfläschchen samt rosa-weiß-gestreiftem Strohhalm von rechts wieder nach links stellte, immer mit den Bildern von Linda Lomelino im Hinterkopf. Aber leider ist der Spruch wie it always seems impossible until it’s done und andere nervigen Motivationsquotes, die man auf Pinterest so häufig sieht, wie essbare Blüten auf meinen Bilder, leider doch irgendwie wahr. Manchmal wünsche ich mir man hätte mir in diesem Moment meine Bilder der Kokostorte gezeigt, die letzten Monat auf meinem Blog online kam.

November 2011: Das Bild von dem Käsekuchen ist tatsächlich das aller erste Bild von Essen, was ich je auf meinem Blog gezeigt habe, natürlich ist es nicht schön. Foodstyling war noch ein Fremdwort für mich, aber ganz so schlimm wie die verbrannten Weihnachtskekse, die ich auf hässlichem Geschenkpapier verteilt habe, finde ich sie nicht. Toll war auch übrigens die Zeit, in der ich dachte ein Cupcakefrosting wäre auch gut mit semi-geschlagener Sahne, die ich mit einem Esslöffel auf meine Muffins schmierte, gleichzusetzen. Aber zurück zum Käsekuchenbild: Es ist halt so ein Bild, was man seiner Mutter schnell mal auf Whatapp schickt um zu beweisen, dass der Käsekuchen nach dem Loslösen der Form sich nicht wieder verflüssigt hat, aber nicht unbedingt ein Bild, was ich heute auf meinem Blog zeigen würde.

November 2012: Meinen wahrscheinlich größten Fortschritt sieht man nach meinem ersten Jahr als Möchtegern-Foodbloggerin. Wie das so ist, wenn man etwas gar nicht kann, aber regelmäßig und fleißig übt, man verbessert sich schnell. Zumindest meistens, bei meiner Gitarrenkarriere kann ich mich nämlich an den Teil mit dem Fortschritt nicht ganz so gut erinnern. Gut, eigentlich auch nicht an den „fleißigen“ Part. Mittlerweile klaue ich übrigens nicht mehr die Digitalkamera, sondern die Spiegelreflex von meinem Vater. Mein Foodstylingstil ist, sagen wir mal, sehr simpel.

November 2013: Langsam aber sicher taste ich mich nun auch an das Foodstyling heran, was mir zuvor nicht wirklich ein Begriff war: Warum sollte ich denn mein Essen in Szenarien anrichten, in der es nie jemand essen würde? Wie zum Beispiel zwischen Windlicht und Tee, auf einem Jutetuch und dem Boden unserer Terrasse.

collage entwicklungNovember 2014: Mittlerweile habe ich mich schon etwas mehr an das Foodstyling getastet und auch eine neue Kamera ist mit von der Partie: Die Canon EOS 5D Mark III*. Von 2014 sind tatsächlich ein paar Bilder, die ich gar nicht so schlecht finde, also jeden Falls nicht so schlimm wie alle Bilder zwischen 2011 und 2013. Wer sich übrigens die Bilder von 2014 und auch 2015 genauer anschaut, wird merken, wie wahnsinnig kreativ ich war, wenn es um die Auswahl meines Untergrundes ging. Nicht.

November 2015: Um ehrlich zu sein, fand ich es blogmäßig zwischen 2014 und 2015 nicht ganz so einfach, ich hatte das Gefühl, mich nicht wirklich weiter zu entwickeln. Denn klar, am Anfang macht man riesen Sprünge, aber irgendwann wird die Lernkurve eben flacher. Mit meinen Ergebnissen war ich nur selten zufrieden (gut, das bin ich bis heute auch noch nicht). In der Zeit habe ich angefangen immer öfters mit meiner Mutter zusammen zu arbeiten, ich habe immer noch gebacken, fotografiert und die Blogposts geschrieben, aber sie hat mich immer mehr bei dem Foodstylingpart unterstützt, so dass zum Glück dann doch etwas frischen Wind in meine Bilder kam.

August 2016: Das Bild habe ich dieses Mal schon aus dem August herausgepickt, weil gegen November teilweise Beiträge kamen, die ich schon in der Weihnachtszeit im vorigen Jahr vorbereitet hatte, so dass man keine Entwicklung sehen kann. In der Zwischenzeit ist meine Mama in dem Prozess des Foodstylings schon ziemlich etabliert, ich würde sagen, bei beinah 80% der Beiträge hat sie mindestens irgendwo ein Löffel verrückt, eine Blume ins Bild gelegt, Soße auf die Torte geträufelt, mir bei der Auswahl des richtigen Tellers geholfen hat oder auch mal fast das ganze Set alleine aufgebaut. Ich finde die Zusammenarbeit immer wahnsinnig erfrischend, weil quasi jeder sein Bestes in ein Bild stecken kann. Und Spaß macht’s auch noch.

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Mai 2017: Wäre ich ein geduldiger Mensch, hätte ich bis November 2017 warten und dann erst diesen Post mit einem aktuellen Bild veröffentlichen müssen. Aber da ich nicht geduldig bin, mache ich es schon jetzt und packe einfach ein Bild von Mai rein. Ich persönlich sehe die Entwicklung vor allem im Stil der Bildbearbeitung, weil ich meine Art Bilder zu bearbeiten etwas geändert habe, aber wahrscheinlich bin ich die Einzige, die diese Kleinigkeit entdeckt ;-).

Am liebsten würde ich ja jetzt eure Collagen von eurer Entwicklung sehen 🙂 Schreibt mir aber gerne mal, was für euch der größte „Durchbruch“ war, also, was ihr gelernt habt, was eure Entwicklung nachhaltig beeinflusst hat. Und ganz zum Schluss verlinke ich mal mein Food Photography Ebook für alle, die im Bereich Foodstyling, Food Photography und Nachbearbeitung gerne noch etwas anzulernen möchten.

Liebe Grüße,

Ronja

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  1. Antworten

    Maria

    7. Juni 2017

    Liebe Ronja,
    die zusammenstellung der bilder ist so unfassbar toll!
    Es ist so schön deine Entwicklung zu sehen.
    Die Idee des Posts muss ich gleich aufnehmen und auch selbst mal umsetzen.
    Wie schön <3
    Maria

    • Antworten

      Ronja

      9. Juni 2017

      Liebe Maria,
      vielen Dank und ich würde sehr gerne einen solchen Post von dir sehen, besonders mit deinen ganz besonderen Muffins 😉
      Liebe Grüße,
      Ronja

  2. Antworten

    heike

    8. Juni 2017

    Liebe Ronja, ich freue mich wenn unser sonntägliches Wohnzimmerverwüsten wieder in eine neue Runde geht! Du bist die beste Tochter der welt, Kuss Mama

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