Tbilisi Guide

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In Tbilisi war ich mit Abstand am längsten während meiner Zeit in Georgien, weil meine Weiterreise nach Armenien ja nur so semi-gut, beziehungsweise gar nicht geklappt hat. Stattdessen habe ich mir also die Hauptstadt Georgiens etwas näher angeschaut und die Stadt als Ausgangspunkt für Tagesausflüge genutzt. Tbilisi ist mit Abstand Georgiens größte Stadt, zum Vergleich: Tbilisi hat etwa siebenmal so viele Einwohner wie Georgiens drittgrößte Stadt Kutaisi, in der ich gelandet bin. Auch sonst ist Tbilisi mindestens zehn Jahre weiterentwickelt als Kutaisi, die fast wie eine Kleinstadt gegen das quirlige Tbilisi wirkt.

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1.

Ich bin ja ein großer Fan davon in fremden Ländern über Märkte zu schlendern und könnte Stunden damit verbringen mir die unterschiedlichen Stände mit fremden Gewürzen, Gemüsesorten und Gebäck anzusehen. Und natürlich ist ein solcher Markt auch immer ein Traum für jeden, der gerne fotografiert. Tbilisis größter Märkt, der Dinamo Markt, ist ganz in der Nähe des Bahnhof, täglich geöffnet und definitiv einen Besuch wert.

2.

In Tbilisi habe ich in zwei Hostels übernachtet, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Das eine mit drei Euro die Nacht ziemlich günstig und im Grund gar kein richtiges Hostel, sondern nur ein Zimmer mit acht Betten in einer ganz normalen Wohnung, die man in einem von Tbilisi vielen Hinterhöfen erstmal finden musste. Das andere, Fabrika, ein stylisches, durchorganisiertes Hostel, das mit sechs Euro pro Nacht schon fast teuer für georgisches Verhältnisse ist, wenn man es mit anderen Hostels vergleicht. Am Abend verwandelt sich die Hostellobby in eine Bar und auch sonst kann jedermann auf das Fabrikagelände, denn im Innenhof der alten Fabrik finden sich nicht nur weitere Bars, sondern auch einzelne Läden und ein Friseursalon.

3.

The Kitchen gehört dem gleichen Besitzerpaar, das auch das Fabrika führt und ist das Restaurant des Rooms Hotels. Die Küche ist gehoben, aber immer noch günstig verglichen mit deutschen Preisen, wir haben jeder für ein Hauptgang mit Dessert etwa fünfzehn Euro gezahlt. Besonders georgisch ist die Küche allerdings nicht, die Speisekarte ist viel eher europäisch, das Essen aber gut.

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4.

Wer sehr leckeres georgisches Essen sucht, findet es im Barbarestan, auch hier ist die Küche gehoben. Das Restaurant ist nach einem georgischen Koch des 19. Jahrhunderts, Barbare Jorjadze, benannt, nach dessen Kochbuch noch heute gekocht wird- und zwar sehr, sehr gut.

5.

Eine tolle Bar ist das Art-Café Home, dessen Inneneinrichtung nicht nur ganz besonders ist, sondern von dessen Dachterasse man abends auch einen tollen Blick über Tbilisi hat. Freitags und Samstags wird dort auch aufgelegt, aber an den Tagen war ich leider nicht dort, deswegen kann ich die Musik nicht beurteilen…

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6.

Wie in den meisten Städten habe ich auch in Tbilisi eine Free Walking Tour gemacht, wie immer sehr empfehlenswert. Im Sommer soll es dann angeblich eine Food Tour geben, die sich auf jeden Fall sehr gut anhört.

 7.

Tbilisi ist auf jeden Fall ein super Ausgangspunkt für Tagesausflüge, sei es nun in die Berge Richtung Kazbegi, in die Weinregion Kakheti  (Georgien ist eines der Ursprungsländer des Weines) oder an die Grenze zu Aserbaidschan zum Kloster Davit Gareja, das mich etwas an Hobbiton denken lässt und wo man einen tollen Blick über die Halbwüste nach Aserbaidschan hat.

8.

Wohl das Restaurant mit dem schönsten Innenhof in ganz Tbilisi: Das Cafe Littera. Vor allem im Sommer muss es wohl toll sein dort zu essen, bei mir war das Wetter noch nicht ganz so sommerlich beziehungsweise überhaupt frühlingshaft…

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9.

Eine Sache, die ich besonders gerne an Tbilisi mochte, war, dass es überall immer nach frischem Brot gerochen hat. Es gibt sogar einen Platz, der nach Brot benannt wurde und an dem es -Überraschung!- auch danach riecht. Meine liebste Bäckerei ist zwar nirgends im ganzen Internet zu finden (die grobe Ecke habe ich bei Google Maps markiert), aber trotzdem einen Besuch wert, weil es dort nämlich nicht nur die klassischen Gebäcke wie Chatschapuri gibt, sondern noch ganz viel mehr, auch ziemlich viele süßes Sachen. Besonders lecker fand ich ein Gebäck, was so aussah wie eine Walnuss, aber mit Karamell gefüllt war, leider habe ich bis heute nicht den Namen herausgefunden, aber wenn ihr es entdeckt, müsst ihr es auf jeden Fall ausprobieren. Die Bäckerei ist übrigens ganz in der Nähe vom Fabrika Hostel, also perfekt, wenn ihr euch dort morgens etwas zum Frühstücken holen wollt.


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Liebe Grüße,

Ronja

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  1. Antworten

    Katrin

    13. September 2018

    phantastische Bilder, super Stimmung, einfach zauberhaft!! Vielen Dank Ronja. Ich hoffe, Du kommst mal wieder.

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