Garden Route

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„Wenn ich im Juli ein Auslandssemester in Durban mache, lass doch einfach nach Kapstadt fliegen und dann mit dem Auto hochfahren“, habe ich im Januar zu einer Freundin gesagt. Mit „lass doch hochfahren“ war gemeint: Fahr du doch hoch, ich navigiere vom Beifahrersitz, gebe schlaue Kommentare und mache Fotos wie du im Linksverkehr verzweifelst, gemeint. Bin ja selber auf Grund fehlendem Auto, aber vorrangig fehlender Motivation, die letzten vier Jahre kaum Auto gefahren. Dank meiner hervorragenden Überredungskünste, haben wir dann tatsächlich ein Auto gemietet und sind von Kapstadt nach Port Elizabeth gefahren, um von dort die letzten 900 Kilometer in einem Stück mit dem Bus nach Durban gefahren. garden-route-kapstadt-südafrika-tipps-reise-roadtrip-backpackingGelandet in Kapstadt sah die Stadt doch etwas anders aus als ich sie von vor zwei Jahren in Erinnerung hatte, ziemlich trostlos in Wolken gehüllt. Hätte ich den Lions Head nicht schon mal gesehen, hätte ich ihn nach den zwei Tagen auch gut als Phänomen abstempeln können. Der Winter scheint ja doch auch in Südafrika zu existieren. Mit jedem Kilometer nach Osten wurde das Wetter aber zum Glück deutlich besser. garden-route-kapstadt-südafrika-tipps-reise-roadtrip-backpackingVon Kapstadt fuhren mit einem Abstecher zum Kap der guten Hoffnung nach Gordons Bay und dann weiter nach Betty’s Bay. Den Ort kann ich jedem empfehlen, der ohnehin Richtung Port Elizabeth unterwegs ist und kein kleines Vermögen am Boulders Beach in Kapstadt ausgeben möchte, um Pinguine zu sehen. Über Hermanus ging es dann ins De Hoop Nature Reserve. garden-route-kapstadt-südafrika-tipps-reise-roadtrip-backpackingDas De Hoop Nature Reserve war eines meiner liebsten Stopps auf dem Roadtrip. Wir haben etwas unterschätzt, wie abenteuerlich die Straßen sind (vor allem, wenn man seinen Ersatzreifen schon in Gebrauch hat) und wie lange die Fahrt mit einem normalen Auto dauert, weswegen wir dann leider nicht so viel Zeit vor Ort hatten. Es lohnt sich aber auf jeden Fall dorthin zugehen, das Wasser und die Dünen dort sind superschön und man kann auf dem Weg auch ein paar Springböcke und Strauße sehen.garden-route-kapstadt-südafrika-tipps-reise-roadtrip-backpackingGeschlafen haben wir dann in Still Bay, der Ort lag einfach nur auf der Strecke und ist an sich nicht unbedingt sehenswert, allerdings eignet sich der, zumindest im Juli, menschenleere Strand wunderbar um dort zu Frühstücken, weswegen ich den Stopp trotzdem sehr schön in Erinnerung habe.garden-route-kapstadt-südafrika-tipps-reise-roadtrip-backpacking

Weiter ging’s nach Mossel Bay und dann nach Plettenberg. Hier hat man nicht nur den schönen Keurbooms Beach, sondern auch das Robberg Nature Reserve vor der Haustür. Das lohnt sich auf jeden Fall auch sehr, gerade wenn man Lust auf eine paar einfache Wanderungen hat.

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Nächster Stopp war dann der Tsitsikamma National Park, hier war das Wetter leider wieder nicht so berauschend, aber zur Suspension Bridge sind wir trotzdem gewandert, bei guten Wetter kann man hier auf jeden Fall noch einiges mehr machen: Kanu fahren, noch mehr wandern,… Der Parkeintritt hat es allerdings echt in sich.

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Nach dem Tsitsikamma National Park ging es weiter in den Surferort Jeffreys Bay der im Juli allerdings eher ausgestorben war, gute Burger und leckeres Frühstück gibt es aber zum Glück das ganze Jahr im Tasty Table.

Wir haben, außer die Unterkunft in Kapstadt, immer spontan für die nächste Nacht gebucht, was super funktioniert hat, wahrscheinlich auch weil Nebensaison war. Für 10-17 Euro pro Person pro Nacht haben wir immer, außer im Tsitsikamma National Park, etwas gefunden, was sogar richtig schön war.

Das hier sind die Airbnbs, die ich empfehlen kann: Gordons BayStill Bay, Mossel Bay, Plettenberg Bay, Blue Horizon Bay and Port Elizabeth

Am Ende hatten wir dann aber noch einen Tag übrig, den wir nicht in Port Elizabeth verbringen wollten und waren dann spontan noch eine Nacht in Blue Horizon Bay, wo es quasi nichts gibt, außer einen Strand, was aber auch sehr schön war. Rückblickend hätte ich die Nacht aber wahrscheinlich eher vorher in Hermanus verbracht.

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Von Port Elizabeth haben wir um ehrlich zu sein überhaupt nichts gesehen, weil jeder, den wir getroffen haben, uns erzählt hat wie hässlich und unspektakulär die Stadt ist. Lediglich das Vovo Telo kann ich zum Essen gehen sehr empfehlen (gibt’s auch in Kapstadt). Stattdessen haben wir eine Safari im Addo Elephant Park gemacht, die sich auf jeden Fall lohnt.

Allgemein ist die Garden Route auf jeden Fall einen Besuch wert und ich kann einen Roadtrip von Kapstadt nach Port Elizabeth nur empfehlen. Ach, und das mit dem Linksfahren hat übrigens sehr gut geklappt. Ich war aber halt auch eine sehr talentierte Beifahrerin.

 

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Liebe Grüße,

Ronja

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  1. Antworten

    Tatiana

    30. August 2019

    Hey Ronja,
    was für traumhaft schöne Bilder, ich bin ganz geflasht! Ich würde auch nochmal gerne länger nach Südafrika, das sieht nach einer traumhaften Reise aus!
    Liebe Grüße
    Tatiana

    • Antworten

      Ronja

      30. August 2019

      Hey Tatiana,
      freut mich total, dass dir die Bilder gefallen, Südafrika ist auf jeden Fall eine Reise wert und abgesehen von der Garden Route gibt es ja auch noch sooo viel mehr zu sehen 🙂
      Liebe Grüße aus Durban,
      Ronja

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